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Girokonten & Tagesgeld

13
Sep

Tagesgeldzinsen steigen weiter

Grundsätzlich steigen Tagesgeldzinsen in jeder Finanzkrise immer dann, wenn die Refinanzierung der Banken im Innerbankenmarkt schwierig ist. Spareinlagen, wozu auch Tagesgelder gehören, sind Sichteinlagen (Guthaben) der Kunden, also Schulden der Bank gegenüber ihren Kunden. Diese können aber durch die Bank für die Dauer der Einlage als Sicherheit verwendet werden, damit sich eine Bank refinanzieren kann, z.B. bei einer Notenbank.

Eine Bank kann sich (je nach nationalen Kreditwesengesetzen) bis zur 10-fachen Höhe des Eigenkapitals bei einer Notenbank refinanzieren, also selbst Kredite aufnehmen. Gleiches können Banken untereinander vereinbaren, sich gegeneinander Geld ausleihen, Kredite aufnehmen. Wenn dieser Innerbankenmarkt gestört ist, d.h., Banken sich untereinander nicht mehr vertrauen und Geld zu schlechteren Konditionen verleihen oder gar nicht mehr, sind Banken gezwungen, mehr Geld bei Kunden zu akquirieren, Tagesgeld von den Kunden zu erhalten. In diesen Fällen steigen die Tagesgeldzinsen.

Wie im Zuge der Finanzkrise 2008 geschehen, auf zuweilen 6%. Mittelbar nach der Bankenrettung sanken die Zinsen für Tagesgeld wieder auf 2%. In Fortsetzung der Finanz- und Schuldenkrise, Börsencrash, Griechenland und Portugal, als Stichworte, ist eine erneute Störung des Innerbankenmarktes eingetreten. Die EZB vergab erstmals eine Dollaranleihe an eine nicht benannte europäische Bank. Diese Ereignisse zwingen die Banken, ihre Refinanzierung zu sichern, was die Tagesgeldzinsen erneut ansteigen lässt.

Das ist kein genereller Trend und keine Prognose, da recht geringe Ereignisse oder Nachrichten ausreichen, das Zinsniveau nach unten oder oben zu bewegen. Banken sichern frühzeitig ihren Refinanzierungsbedarf. Tagesgeld gehört nicht zu den längerfristigen Dispositionen der Banken.

Hilfreich für Tagesgeld wie auch für andere Finanzprodukte sind Vergleichsportale, die außer über den aktuellen Zinssatz weiterführende Informationen geben, z.B. Einlagensicherung, Zinsgarantie, Bearbeitungsgebühren und Mindesteinlagen. Tagesgeld ist eine sichere Geldanlage, es unterliegt der gesetzlichen Einlagesicherung und je nach Bank einer freiwilligen Einlagensicherung bis zu 100%.

Auf lange Sicht betrachtet werden die Tagesgeldzinsen volatil (beweglich) bleiben, weil Tagesgeld abhängig ist von den aktuellen Nachrichten. Eurokrise, Schuldenkrise, Konjunktur sind nur die äußeren Rahmenbedingungen. Da diese vorerst weiter wirken werden, steigen die Zinsen für Tagesgeld.

Quelle: www.tagesgeld-konto.org